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Variability and change in spoken language communication

Alle Sprachen unterliegen historischem Lautwandel. Aber was sind die wichtigsten Kräfte, die Lautwandel verursachen? In diesem Vortrag wird diese Frage anhand von experimentellen Daten aus der alltäglichen, gesprochenen Sprache beleuchtet – insbesondere durch Analysen von Bewegungen der Vokalorgane und wie diese über das akustische Sprachsignal vom Hörer wahrgenommen werden. Solche Analysen zeigen, dass Sprecher über eine große motorische Flexibilität in der Erzeugung von Sprachlauten verfügen, und dass Hörer Sprachlaute dekodieren, je nach Kontext, in dem sie produziert wurden. Diese Vorgänge in der Produktion und Perzeption der Sprache sowie die oft unbeabsichtigte gegenseitige Imitation in der gesprochenen Sprache sind wichtige Bestandteile des Ursprungs und der Verbreitung von Lautwandel. Generell lässt sich feststellen, dass Lautwandel wegen einer grundlegenden Dichotomie in der Sprache zustande kommt: auf der einen Seite wird die Sprache von Hörern in Einheiten wie Konsonanten und Vokale aufgeteilt, die dazu fungieren, Bedeutungen zu differenzieren; gleichzeitig ist die gesprochene Sprache ein dynamischer Vorgang ohne - und im starken Gegensatz zur Schriftsprache - klare Grenzen, weder zwischen Sprachlauten noch zwischen Wörtern, die von den Sprachlauten getragen werden.

Datum/Zeit Donnerstag, 27. September 2012, 18:15 Uhr bis 20:00 Uhr
MitProf. Dr. Jonathan Harrington (LMU München)
Ort Universität Zürich Zentrum, Karl Schmid-Strasse 4, 8006 Zürich
Raum: KO2 F-180
VeranstalterZürcher Kompetenzzentrum Linguistik
KontaktAnja Hasse (Mail)
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