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Mittagsveranstaltung MERH: Ökonomisierung in der Medizin

Donnerstag, 8. Nov 2012, 12:15 Uhr bis 13:15 Uhr

Wie viel darf das schweizerische Gesundheitssystem kosten? Oder anders gefragt: Wie viel ist Ihnen Ihre Gesundheit wert?

Diese Fragestellungen werden vor dem Hintergrund des stetig zunehmenden Kostenwachstums und des damit verbundenen Spardrucks immer dringlicher. Die Medizin ist längst nicht mehr nur Sache der Ärzteschaft und der Patientinnen und Patienten, sondern ein wichtiger Teilbereich der gesamten Volkswirtschaft.

Das Krankenversicherungsgesetz schreibt denn auch seit 1996 in Art. 32 vor, dass alle Leistungen der obligatorischen Krankenversicherung „wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich“ sein müssen. Damit hat die Ökonomisierung der Medizin auch im KVG ihren Niederschlag gefunden.

In der Diskussion über Rolle und Legitimation von Kosten-/Nutzenbewertungen und generell der Instrumente des Health Technology Assessments (HTA) dürfen aber nicht nur medizinische und ökonomische Aspekte eine Rolle spielen. Vielmehr gilt es, auch die rechtlichen und ethischen Dimensionen der Ressourcenallokation im Gesundheitswesen zu beleuchten.

Mit den Referierenden Frau Prof. Dr. iur. Brigitte Tag, Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Medizinrecht und Vorsitzende des Kompetenzzentrum Medizin – Ethik – Recht Helvetiae (MERH) und Herrn Dr. med. Markus Trutmann, Generalsekretär fmCh (Dachorganisation aller chirurgisch und invasiv tätigen Fachgesellschaften der Schweiz) wird der Interdisziplinarität des Diskurses auch im Rahmen der Mittagsveranstaltung Rechnung getragen.

MitProf. Dr. iur. utr. Brigitte Tag
Dr. med. Markus Trutmann
Ort Universität Zürich Zentrum, Rämistrasse 71, 8006 Zürich
Raum: KOL F 123
VeranstalterKompetenzzentrum Medizin - Ethik - Recht Helvetiae
KontaktMirjam Bonetti (Mail)