UZH News
Mediadesk
Agenda
RSS-Feed

Wanderer zwischen zwei Welten. Tibetische Nomaden im heutigen China

Donnerstag, 28. Nov 2013, 19:00 Uhr bis 20:30 Uhr

In westlichen Darstellungen erscheinen Tibet und China mitunter wie unversöhnliche Pole, deren Kontakte fast zwangsläufig Konflikte heraufbeschwören. Der Referent zeigt jedoch auf, dass die lange Geschichte des Kontaktes zwischen der tibetischen und der chinesischen Kultur durchaus seine fruchtbaren Seiten hatte und mithin nicht nur Differenzen, sondern auch Gemeinsamkeiten bestehen. Am Beispiel tibetischer Nomaden erläutert er, auf welch vielfältige Weise kultureller Wandel im grössten Hochland der Welt beeinflusst wird und welche aktive und passive Rolle China dabei spielt. So möchte der Referent veranschaulichen, dass gesellschaftlicher und damit kultureller Wandel auf beiden Seiten – früher wie heute – zwar durch gegenseitige Einflussnahme ausgelöst wird, aber auch selektiv erfolgt. In welcher Weise sich dies bei Nomaden Osttibets ausdrückt, wird anhand jüngeren Bildmaterials veranschaulicht. Die Nomaden erscheinen dabei als Akteure, die kulturellen Wandel eben nicht nur erdulden, sondern aktiv mitgestalten.

MitVortrag von Dr. Andreas Gruschke, Institute of Social Development and Western China Development Studies, Sichuan University, Chengdu, VR China.
Ort Völkerkundemuseum, Pelikanstrasse 40, 8001 Zürich
Raum: Seminarraum, PEA E 16
VeranstalterVölkerkundemuseum Universtiät Zürich
KontaktGrazia Cantele (Mail)