Gastvortrag des belorussischen Oppositionspolitikers Andrei Sannikov

Sonntag, 16. Oktober 2107, 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr

Als die Sowjetunion zusammenbricht, befindet sich auf ihrem zersplitterten
Territorium ein gigantisches nukleares Arsenal. Gegen die Garantie von
Unabhängigkeit verpflichtet sich die Republik Belarus, ihren Anteil abzurüsten,
und setzt für diese Aufgabe einen neuen Chefdiplomaten ein: Andrei
Sannikov.

Mit erstaunlicher Effizienz meistert er die Herausforderung und sichert
damit der jungen belorussischen Demokratie internationales Ansehen. Doch
als sich 1996 in Belarus der aufstrebende Diktator Alexander Lukaschenko
durchsetzt, tritt Andrei Sannikov von seinen Ämtern zurück und wird zum
Mitbegründer der freiheitlichen Bürgerbewegung Charta97. Obwohl mehrere
seiner Weggefährten auf obskure Art ums Leben kommen, setzt Andrei
Sannikov seinen Widerstand fort – bis er 2010 als demokratischer Präsidentschaftskandidat gegen Alexander Lukaschenko antritt, bei Massenprotesten zum Sturz des Diktators aufruft und verhaftet wird.

Nach zahlreichen Verhören und Folterungen lebt Andrei heute weitgehend
vergessen im polnischen Exil und kämpft um die Befreiung eines Landes,
das stets im Schatten grosser Mächte liegt.

(der Vortrag ist auf Englisch)

MitAndrei Sannikov
Ort Karl Schmid-Strasse 4, 8006 Zürich
Raum: KO2 D-54
VeranstalterInstitut für Politikwissenschaft
KontaktTomasz Siczek (Mail)