Das Recht als Hort der Anarchie

Donnerstag, 17. Mai 2018, 19:00 Uhr bis 20:30 Uhr

Der Ethnologe Hermann Amborn stellt eine westliche Gewissheit in Frage: Der Rechtsstaat, wie wir ihn kennen, sei nicht der einzige Garant von Ordnung, so seine These, vielmehr k├Ânne auch Anarchie zur Stabilit├Ąt einer Gesellschaft f├╝hren. Denn Anarchie, so Amborn, bedeute nicht ohne Regeln zu leben, sondern ohne Herrschaft von Menschen ├╝ber andere Menschen. Anhand ethnografischer Fallbeispiele von Gesellschaften am Horn von Afrika zeigt er, wie das Recht zwar das Zusammenleben der Menschen regeln, zugleich aber die Konzentration von Macht in den H├Ąnden von wenigen verhindern kann.

MitVortrag von Prof. (i.R.) Dr. Hermann Amborn, Institut f├╝r Ethnologie der Ludwig-Maximilian Universit├Ąt M├╝nchen.
Ort V├Âlkerkundemuseum, Pelikanstrasse 40, 8001 Z├╝rich
Raum: H├Ârsaal, PEA
VeranstalterV├Âlkerkundemuseum Universti├Ąt Z├╝rich
KontaktGrazia Cantele (Mail)